- der Clou der Natur
- das Geheimnis der Spannkraft
- was bedeutet...?
- Herkunft und Verarbeitung
- Inlett und Einschütte
- die richtige Pflege
Der Clou der Natur Die Natur hat Gänsen und Enten ein Federnkleid als Kälteschutz gegeben, welches so vollkommen ist, dass die Tiere auch bei Eis und Schnee schwimmen können, wenn sie im Wasser eine eisfreie Stelle finden.
Von ihrer Anordnung und Konstruktion sind Daunen und Federn so geschaffen, dass sie ein wunderbares System kleinster Luftkanäle oder Lufteinschlüsse in sich tragen. Luft ist ein sehr schlechter Wärmeleiter und daher ein wirksames Hindernis für die Wärmeabgabe. Die wärmedämmende Hornsubstanz, aus der Daunen und Federn geschaffen sind, tut ein übriges dazu. Durch das Übereinanderliegen von Federn, die einen leichten Bogen haben, entstehen zusätzliche Hohlräume, die mit wärmedämmender Luft gefüllt sind.
Das Geheimnis der Spannkraft Nicht alle Federn sind gleich. Im Aussehen und in den Qualitäten gibt es große Unterschiede. Als Bettfedern sind Daunen und Federn von Wassergeflügel, also von Gänsen und Enten, geeignet. Federn kann man tausendmal zusammendrücken, sie federn immer wieder zurück. Diese Elastizität wird bei Federn als Füllkraft bezeichnet und ist eine der Besonderheiten. Selbst ein Elefant ist nicht in der Lage, ein Federbett nachhaltig zusammenzudrücken. Steht der "Jumbo" auf, kommt auch das Bett wieder hoch. Diese sensationelle Spannkraft bleibt über viele Jahre erhalten.
Federn und Daunen von Wassergeflügel sind zudem von der Natur gegen Feuchtigkeit geschützt. Diese Raffinesse sorgt für den Feuchteabtransport, wodurch im Bett ein gesundes Mikroklima entsteht, eine weitere Besonderheit von Federn und Daunen.
Gerade diese unübertroffenen Eigenschaften machen Federn und Daunen zu idealen Bettfüllungen.
WAS BEDEUTET . . .? Jede Branche hat ihre Fachsprache und ihre Bestimmungen. Manchmal sind sie auf den ersten Blick etwas verwirrend: Begriffe wie zum Beispiel "Halbdaune", heißt nicht etwa halb Daune und halb Federn gemessen am Gewicht, sondern gemessen am Volumen. Auf diesen Seiten sind einige Begriffe erläutert, die Ihnen einen Überblick ermöglichen:
Reine Daune "Reiner Flaum" oder "reine Daune" schließt, weil es technisch nicht zu vermeiden ist, das Vorhandensein einzelner kleinster Federchen nicht aus.
Daune Ware, die bis zu zehn Gewichtsprozent kleiner Federchen enthält, wird als "Daune" oder "Flaum" bezeichnet. Nicht zu verwechseln mit "reiner" Daune oder "reiner" Flaum.
Fedrige Daune Eine Daunen-Federn-Mischung, die mindestens 50 Gewichtsprozent Daunen enthält.
Dreivierteldaune Eine Daunen-Federn-Mischung, die mindestens 30 Gewichtsprozent Daunen enthält.
Halbdaune Eine Daunen-Federn-Mischung, die mindestens 15 Gewichtsprozent Daunen beinhaltet. Früher verstand man unter dem Begriff "Halbdaune" die Gesamtheit des von der Gans oder Ente stammenden Federkleides, mit Ausnahme der großen Schwanz- und Flügelfedern. Ein bestimmter Prozentanteil an Daunen gibt noch keinen eindeutigen Aufschluß über die Qualität der Ware.
Daunenhaltige Feder Eine Daunen-Federn-Mischung, die mindestens 9 Gewichtsprozent Daunen enthält.
Originalware-Neuware "Originalware" muß direkt vom Geflügel zu Verarbeitung als Bettfeder gelangen. Gebrauchte Daunen und Federn sind keine Originalware. Sie muß darüber hinaus vom Wassergeflügel (Gans oder Ente) stammen. Es dürfen gemessen am Gewicht höchstens 5% andere Daunen und Federn enthalten sein.
Altfedern Altfedern, auch Couchée genannt, sind mindestens einmal gebrauchte Federn.
FÜR DEN PERFEKTEN SCHLAF:
Herkunft und Verarbeitung Fast alle Rohfedern und-daunen, die in Deutschland verarbeitet werden, werden importiert. Dabei kommt ein großer Teil traditionell aus osteuropäischen Ländern. Aber auch Frankreich und Kanada liefern gute Qualitäten. Aus Ostasien werden ebenfalls große Mengen Federn importiert.
Die Verwandlung einer Feder in eine Bettfeder Eine Feder oder Daune kann man natürlich nicht so einfach zu einer kuscheligen Bettdecke machen. Dazu gehören hochtechnisierte Produktionsgänge. Die Rohfedern werden in riesigen Jutesäcken (50-80 kg) oder Ballen von 100-250 kg angeliefert. Sie werden geprüft, analysiert und anschließend entstaubt.
In speziellen Waschmaschinen werden sie in 6 - 8 Spülgängen ca. 60 Minuten lang gewaschen - richtig mit Vor- und Hauptwaschgang, wie wir das von unseren Haushaltsmaschinen kennen.
Wenn auch der letzte Rest an Verunreinigungen entfernt ist, werden Federn und Daunen 20 Minuten lang über 100 Grad in Automaten getrocknet und dabei gleichzeitig desinfiziert.
Zum Sortieren kommen sie in eine Art "Haus" mit verschiedenen Kammern - eine Sortiermaschine. Mit Hilfe eines Saugstromes werden sie hochgewirbelt. Was am leichtesten und am feinsten ist, fliegt am weitesten. Was seine Fluggrenze erreicht hat, bleibt in einer entsprechenden Kammer liegen.
Die durch diese Art von Sortierung gewonnenen Grundarten werden nun je nach Anforderung gemischt. Die Spezialmaschinen können bis zu 300 kg Daunen und Federn gleichzeitig mischen. Und 300 kg Daunen und Federn haben schon ein enormes Volumen. Trotzdem dauert dies kaum länger als 15 Minuten.
Unter Verwendung einer automatischen Waage und eines Gebläses werden auf einem Tisch ausgelegte Bettdeckenhüllen Kassette für Kassette sorgfältig gefüllt und es ensteht eine anschmiegsame Einziehdecke.
Übrigens: Die Aufbereitung von Federn, Bettfedern und Daunen darf in Deutschland nur von lizensierten Fachbetrieben vorgenommen werden. Diese Betriebe unterliegen strengen veterinärpolizeilichen und gesetzlichen Vorschriften und Kontrollen. Damit ist garaniert, daß der Verbraucher hygienisch einwandfrei bearbeitete Bettfedern und Daunen erhält.
Die richtige Pflege Daunen- und Federbetten sind dankbar und genügsam
Es gibt nur wenige Gebrauchsgegenstände, die so intensiv benutzt werden und zugleich so wenig Pflege verlangen wie Daunen- und Federbetten.
Lüften sorgt für den Abtransport der Nachtfeuchtigkeit. Bei trockenem Wetter freuen sich Daunen- und Federbetten besonders, wenn sie ein bis zwei Stunden auf dem Balkon oder im Fenster liegen können. Bei Nebel oder Regen bleiben sie lieber im Bett.
Pralle Sonne - besser nicht!
Intensive Sonnenbestrahlung entzieht der Daune und der Feder die zelleigene Feuchtigket. Sie wird spröde und unelastisch.
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