- hochwertig, langlebig
- ein Wertbegriff traditioneller Matratzen
- hygroskopisch und elastisch
Rosshaar zählt zu einem der ältesten Polstermaterialien. Es ist ein hochwertiges und langlebiges Naturprodukt, das entweder durch Auskämmen oder Abschneiden gewonnen wird. Je länger und drahtiger das Haar, umso wertvoller, da es elastischer ist als kurzes, dünnes Haar. Meistens jedoch stammt das Haar aus einer Mischung aus Ross und Rind, und wird überwiegend importiert. Diese Haarmischung garantiert auf lange Zeit eine gesunde Matratze.
Wenn von Rosshaar gesprochen wird, ist das Schweif- und Mähnenhaar der Pferde gemeint, das schon Anfang des 19. Jahrhunderts als Polstermaterial genutzt wurde. Allerdings ging die Verwendung in den letzten Jahrzehnten durch den Einsatz von Sprungfedern und synthetischen Schaumstoffen stark zurück. Erst in den letzten Jahren, seitdem Menschen wieder verstärkt auf die Dinge achten mit denen sie sich umgeben, und zurück zu Naturmaterialien finden, erlebt das Rosshaar als umweltfreundliches Material mit seinen positiven Eigenschaften ein Comeback.
In der Spinnerei wird das Haar zuerst gereinigt und erhält dann in einem Wasserdampfbad eine „Dauerwelle“. Dies erhöht die Elastizität der Fasern. Durch die Drahtigkeit des Haares und den federnden Effekt der Locken erhält das Rosshaar die kraftvollste Dauerelastizität aller natürlichen Polstermaterialien. In einigen Modellen wird, zugunsten der Preise, Rosshaar und Rinderschweifhaar gemischt, da diese sich dieselben positiven Eigenschaften teilen.
Das Ross- und Mischhaar für die Matratzen wird mit natürlichem Latex besprüht und vulkanisiert. Dies führt dazu, dass sich an den Kreuzungsstellen der Haare Gelenkknoten bilden, die dem Material eine Elastizität ähnlich eines natürlich entstandenen Federkerns geben, und auf lange Zeit Luftdurchlässigkeit und Formstabilität (Haare stechen nicht nach außen; Polster „verklumpt“ nicht) garantieren.
Das Haar ist hygroskopisch, zieht Wasser an und gibt es relativ schnell wieder ab. Eine Eigenschaft, die sich auf die ganze Matratze überträgt und so auch sehr nützlich ist.
Die Pflege der Rosshaarmatratze wie auch anderer Naturmatratzen besteht vorwiegend in gutem Auslüften. Es muss Sorge dafür getragen werden, dass sich Feuchtigkeit nicht einnisten kann. In einer trockenen Matratze findet sich für Mikroben kein Nährboden.
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